dominika-vodicka.de | Nimm deinen Thron ein
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Nimm deinen Thron ein

Ein sehr aktuelles Thema für mich, privat einerseits, aber auch aufgrund einiger Seminare, die ich in der letzten Zeit durchführen durfte:

Nimmst du in DEINEM Leben deinen Thron ein? Kennst du deinen eigenen Raum und bist du offen dafür, ihn jederzeit zu erweitern? Kannst du dir vorstellen, was ich damit meine?

Seit einigen Monaten bin ich selbst sehr stark damit konfrontiert worden, was es bedeutet, selbst Verantwortung für mein Leben und alles was sich darin zeigt, zu übernehmen. Was es bedeutet, mit beiden Beinen fest in meiner Welt zu stehen, meinen Bereich zu führen und zu schützen – und das auch klar nach Außen zu zeigen, zu kommunizieren.

Lange Zeit meines Lebens, habe ich mich fremdbestimmten lassen. Damit meine ich, nicht authentisch zu handeln, sondern meine Handlungen, Gedanken und Emotionen von äußeren Einflüssen bestimmen zu lassen. Das fängt schon bei kleinen Verhaltensweisen an und reicht bis zur Wahl des Studiums oder des Jobs. Wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalte und was ich ausspreche. Wie ich mich ernähre oder kleide.

All das, bestimmt die Beziehung, die du zu dir selbst und damit auch zu anderen hast. Kennst du das, dass du nach einem Tag im Büro nach Hause kommst und dir wünschst, einfach einmal anders gehandelt zu haben? Du mit einem Freund zusammen bist und praktisch deine Art nicht wiederkennst? Du einen neuen Partner kennenlernst und am liebsten die Hälfte von dem, was dich eigentlich ausmacht, verstecken möchtest?

Wie oft hast du dich in deinem Leben bereits verbogen, nur um anderen zu gefallen? Nur um einem gewissen Bild zu entsprechen? Wie oft hast du dir selbst und anderen Schmerzen dadurch zugefügt, weil du deine Wahrheit nicht ausgesprochen hast oder gegen deine Intuition gehandelt hast?

Deshalb noch einmal meine Frage: kennst du deinen eigenen Raum? Nimmst du ihn bereits vollständig ein oder lässt du immer wieder jemanden mit seinen schmutzigen Schuhen durchlaufen, sich vielleicht sogar breitmachen? Es ist so wichtig, dass du auf Erkundungsreise durch deine innere Welt gehst. Wo lebst und zeigst du dich und wo nimmst du dich immer wieder unbewusst zurück?

Kenne deine Grenzen und das wird nicht ganz angenehm. Denn dir wird bewusst werden, dass du vermutlich häufig auch in den Bereich von anderen ‚reintrampelst‘. Und das muss nicht einmal böse gemeint sein – oft ist das Gegenteil der Fall. Zum Beispiel, wenn wir geliebten Menschen Ratschläge erteilen wollen oder sie verändern möchten. Ich mache diesen Fehler auch heute noch, unter dem Deckmantel dass ich helfen möchte…es besser weiß.

Don't listen to yourself; listen to the advice that you give others.
- Michael Lottner

Kennst du das: du fühlst und siehst deutlich, dass jemand einen großen Fehler begehen wird oder aus deiner Sicht unnötig leidet? Und jetzt kommt der schwierige Teil: du kannst niemandem helfen. Nicht auf die Art. Abgesehen davon, dass es sehr egoistisch ist, denn eventuell beraubst du diese Seele ihrer eigenen, wichtigen Erfahrungen. Vor allem ist das immer nur DEINE Sicht der Dinge. Deine Ansichten, deine Ängste, deine Erfahrungen, die du auf den anderen projizierst. Dadurch manipulierst du den anderen, denn du willst etwas geändert haben, der andere aber vielleicht nicht.

Stell dir vor, jemand würde dich von Anfang an an die Hand nehmen und dir genau sagen, was du tun und was du lassen sollst. Wie viele von DEINEN schönen oder schmerzhaften Erfahrungen, die einzigartig sind, hättest du dann überhaupt erlebt?

Ich kenne das so so so so gut, vor allem bei denjenigen, die mir am wichtigsten sind.
Liebste/Liebster, hiermit entschuldige ich mich aus tiefstem Herzen für jedes Mal, wenn ich ungefragt in deinen Raum eingetreten bin! Wenn ich etwas aus dir machen wollte, was nicht in deinem Sinne war.

Und hier fügt sich alles zusammen: Wenn du deinen eigenen Raum nicht definieren kannst, wie solltest du auch Rücksicht auf den anderen nehmen können? Wenn du dich selbst nicht kennst, wie könntest du Verständnis für jemand anderen haben?

Ich bin ein Suchender gewesen und bin es noch immer. Jedoch habe ich aufgehört, die Bücher und Sterne zu fragen. Ich habe begonnen, den Lehren meiner Seele zu lauschen.
- Rumi

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte:

  • Lerne dich selbst kennen: Mit allen schönen Seiten, aber auch all deinen Schatten!
  • Nicht (gewaltsam) in den persönlichen Raum des anderen eindringen. Jedem seinen Raum und seine Erfahrungen lassen. Dh frage gerne nach, ob der andere Tipps oder Ratschläge möchte. Wenn nicht, akzeptiere seinen/ihren Weg.
  • Vor allem aufpassen bei Menschen, die wir lieben oder mit welchen wir zusammenleben.
  • Gegenseitig FREIraum lassen und dich auf dich selbst konzentrieren! Bestärke den anderen, wenn du kannst. Wenn nicht, dann wende dich dir selbst zu und lass den anderen machen.
  • Hingabe an die Situation sowie Loslassen von jeglichem Kontrollbedürfnis – das sind die wichtigsten Schlüssel!
  • Dazu gehört auch: du musst dich nicht für deine Taten und Gedanken rechtfertigen und verlange dies auch nicht von anderen.

 

Wir alle haben unseren ureigenen, einzigartigen Weg, mit all seinen Höhen und Tiefen. Wenn ich dich ein Stück auf deinem Weg begleiten darf, dann freue ich mich von dir zu hören.

Von Herzen alles Liebe

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